Planspiel „MedTech Start-up“: Abschlusspräsentationen vor der Jury

Fünf Teams – fünf innovative Medizinprodukte: Am 15. Juli fand die Abschlussveranstaltung des Planspiels „MedTech Start-up“ statt. Seit Mai haben sich die Bachelor-Studierenden der Lebenswissenschaftlichen Fakultät der Universität Siegen intensiv mit den Themen Produktentwicklung, Marktanalyse, Finanzplanung und möglichen Werbemaßnahmen auseinandergesetzt. Die finale Präsentation vor einer Fachjury bot den Teams nun die Möglichkeit, eine echte Pitch-Situation zu proben und Feedback zu den Konzepten zu erhalten. Neben den drei betreuenden Dozenten Prof. Dr. Rainer Brück, Dr. Olaf Gaus und Dr. Thomas Neumann bewerteten Julia Förster und Thomas Crämer vom Entrepreneurship Center der Uni Siegen sowie Luca Stahlschmidt vom Siegerlandfonds der Sparkasse die Businesspläne der insgesamt fünf Start-ups Blood Analysis Solutions, E.I.TECH, Innovative Medical Technologies (IMT), Mediwatch und THINNO.

Die Gruppe „Blood Analysis Solutions“ stellte ihr Konzept für ein mobiles Gerät zur Blutgasanalyse vor, dessen portable Bauweise die Messung in Krankenhäusern und Arztpraxen deutlich erleichtern und auch kostengünstiger gestalten könnte. Das Team „E.I.TECH“ hat sich der Entwicklung eines mobilen EIT-Gürtels (elektronische Impedanztomographie) verschrieben, der u. a. in Rettungswagen zum Einsatz kommen soll. Aufklärung über präventive Maßnahmen zur Risikominimierung des plötzlichen Kindstods sowie ein Vitaldatenmonitoring für Säuglinge präsentierte die Gruppe „IMT – Innovative Medical Technologies“ mit ihrem Armband „Alive“ und der zugehörigen App. Auch beim Produkt von „Mediwatch“ handelt es sich um ein Wearable zum Vitaldatenmonitoring und Tracking, welches zusätzlich über eine Alarmfunktion für medizinische Notfälle verfügt und sich primär an chronisch kranke Erwachsene bzw. deren Angehörige richtet (z. B. bei dementiell Erkrankten). Das Team „THINNO“ präsentierte die App „Telepeut“, die Präventions- sowie Nachsorgeangebote bei Schlaganfällen bietet. Nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ sollen Physiotherapie und Logopädie durch angeleitete Übungen unterstützt und über Foren der Austausch unter Betroffenen angeregt werden.

Im Anschluss an jeden Pitch stellte die Jury einige prüfende Fragen an die Start-ups und gab konstruktives Feedback zu den Produktideen. Dabei fiel ihr Urteil insgesamt sehr positiv aus: „Toll, was Sie alle in dieser kurzen Zeit auf die Beine gestellt haben!“, so Prof. Dr. Rainer Brück. Julia Förster motivierte die Studierenden, ihre Ideen weiterzuverfolgen und verwies auf das Angebot des Entrepreneurship Centers der Uni Siegen, wo sie und weitere Kolleg*innen eine kostenlose Gründungsberatung anbieten: „Viele Studierende, die zu uns kommen, sind noch längst nicht so tief in der Materie, wie Sie es jetzt schon sind. Schauen Sie vorbei und wir loten zusammen aus, wie es weitergehen könnte.“ Auch Luca Stahlschmidt, Projektmanager beim Siegerlandfonds der Sparkasse Siegen, lobte die Teams und ihre Präsentationen: „Ich bin beeindruckt, was Sie schon in dieser frühen Phase ihrer studentischen Laufbahn ausgearbeitet haben – und das ohne wirtschaftlichen Schwerpunkt in ihrem Studium.“ Thomas Crämer, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit des Entrepreneurship Centers, hob die Wichtigkeit solcher Veranstaltungsformate hervor, in denen Studierende – ungeachtet ihres Fachbereichs – an das Thema Gründung herangeführt werden und plädierte für eine Fortsetzung des Formats in den kommenden Semestern: „Wir sind auch gerne das nächste Mal wieder dabei!“

Das Medienteam der DMGD hat die Studierenden während der gesamten Projektphase mit der Kamera begleitet. Der Film zum Planspiel wird in wenigen Wochen auf dmgd.de veröffentlicht.

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