DMGD stellt Vitaldatenmonitoring auf MEDICA-Messe vor

DMGD und LWF der Uni Siegen auf der MEDICA-Messe

Vom 14. bis zum 17. November 2022 fand in Düsseldorf die international führende Medizinmesse MEDICA statt. Auch die Universität Siegen war vertreten: Am Gemeinschaftsstand des Landes NRW wurde das Projekt DataHealth der Digitalen Modellregion Gesundheit Dreiländereck (DMGD) präsentiert. Dr. Olaf Gaus, Leiter der DMGD, hielt zudem den Vortrag „Regionale und intersektorale Gesundheitsversorgung mit digitaler Unterstützung“ auf der NRW-Bühne der MEDICA-Messe.

„Wenn wir uns die Zahlen anschauen, dann sehen wir, dass wir innerhalb der nächsten zehn Jahre in der Fläche auf eine Halbierung der Ärztinnen und Ärzte in der allgemeinmedizinischen Versorgung hinauslaufen“, erklärte Dr. Olaf Gaus während seines Vortrags am ersten Tag der MEDICA-Messe. Bedingt ist die angespannte hausärztliche Versorgungslage vor allem durch den demographischen Wandel. Im ländlichen Raum spitzt sich die Situation außerdem weiter zu, weil sich immer weniger Ärztinnen und Ärzte für diesen entscheiden. Innerhalb der Digitalen Modellregion Gesundheit Dreiländereck werden vor diesem Hintergrund digitale und intersektorale Lösungen zur Entlastung und Unterstützung des Gesundheitssektors erforscht und in die Anwendung gebracht.

„Unterstützt durch die Digitalisierung soll die Qualität der gesundheitlichen Versorgung bei minderen Ressourcen gewahrt werden. Damit verbunden ist der Wechsel von der Patientenmobilität hin zur Datenmobilität“, so Dr. Olaf Gaus weiter. „Auch beim Einsatz digitaler Lösungen soll die Kommunikation von Mensch zu Mensch aufrechterhalten werden. Es geht in erster Linie darum, den Gesundheitssektor im Zuge einer Datenmedizin zu entlasten.“

Gemeinsam mit Alexander Keil (Wissenschaftlicher Mitarbeiter DMGD) stellte Dr. Olaf Gaus im Rahmen des Vortrags auch das DMGD-Projekt DataHealth und das eigens für dieses konzipierte Verfahren zur Vitaldatenaufnahme mit anschließender arztseitiger Auswertung vor. Am Gemeinschaftsstand des Landes NRW bot sich danach dann Gelegenheit, das sogenannte Vitaldatenmonitoring genauer kennenzulernen und mit den Wissenschaftlern der Universität Siegen zu diskutieren.

Am Messestand vertreten war auch Nadja Pecquet, Geschäftsführerin des Virtuellen Krankenhauses NRW (VKh.NRW). Mit ihr diskutierte Dr. Olaf Gaus über die Zukunft der gesundheitlichen Versorgung, wobei sich herauskristallisierte, dass das Virtuelle Krankenhaus für eine Spitzenversorgung steht, die durch Initiativen wie die DMGD in die Fläche gebracht werden könnte. Praktisch umgesetzt werden könnte dies auf Grundlage einer gemeinsamen Plattform, an der neben Spitzen- und Flächenversorgern auch Patientinnen und Patienten teilnehmen und die intersektoral unter Einbeziehung weiterer Akteure (z. B. der Pflege) ausgebaut werden kann. Über die damit verbundene Frage nach automatischen Auswertungsformen über die Integration einer KI sprach Dr. Olaf Gaus mit Ulrike Daniels von KI.NRW. Zu Gast am Stand war auch Anke Fuchs-Dreisbach (Abgeordnete des Landtages NRW).

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